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Festessen zum 100sten Blog

Wer, wie ich ein Freund elektronischer (Spiele)Kultur im täglichen Leben ist, und Eletrosmog eher zu den hypochondrischen Alltagsmythen zählt, wird dieser Tage auf das frisch übersetzte Nintendo DS-Spiel Kochkurs - was wollen wir heute kochen? aufmerksam geworden sein.

Dieses niedliche Spiel hat weder Highscore noch einen Endgegner, ausser vielleicht den guten Geschmack des “Spielers”. Neben rund 200 internationalen Rezepten werden noch Umrechnerfunktionen für die Anzahl der Mitesser, Küchenuhr, Einkaufsliste und Spachsteuerung geboten, damit es keine Fettflecken auf dem DS gibt. Also denke ich mir, nix wie gekocht!

Shopping

Die Einkaufsliste ist zum ersten extrem geekig, denn wer läuft schon mit einem aufgeklappten DS durch den Supermarkt? Nach dem Einkauf ist die Vorbereitung dran. Zugegeben extrem detailliert und eher für Anfänger geeignet sind deren Beschreibungen, aber aufgrund der etwas jüngeren Zielgruppe kann man das verkraften.

Fleckenlos

Die Sprachsteuerung verspricht ein fleckenfreies DS was wahrlich nur für Fingerabdrücke und nicht für spritzende Soßen gilt. Aber es sollte ruhig in der Küche sein (1. unrealistisches Szenario - ich koche generell etwas “wild”) und es sollten keine konversationen mit dem Partner statt finden (2. unrealistisches Szenario - Ehekrise). Das DS rechnet jederzeit mit einem Gespräch von Mensch zu Konsole und blättert gerne einmal vor oder zurück, wenn die Katze auch was von der Aubergine haben will. Zuklappen geht natürlich, aber dann ist es nicht mehr unbedingt fleckenfrei.

Unerwünschtes

Das wohl bestdurchdachte Feature des Kochkurses ist die Funktion “Zutat als unerwünscht markieren”. Für mich als Vegetarier ehrlich gesagt ein Lebensretter auch wenn dann 80% der Rezepte mit einem kleinen roten Kreuz markiert sind. Hier helfen dann nur noch bereits bekannte fortgeschrittene Kochtechniken, die das Ersetzen von $totesTier in $tofuDerivat vornehmen.

Nachtisch?

Alles in allem ist der Kochkurs zwar nicht unbedingt den vollen Neupreis wert (je nach Kaufdatum versteht sich), aber extrem spaßig und für gelegentliche Kochexkurse ohne langes Suchen in Büchern bestens geeignet. Für Männer noch besser: Ich halte $unbekanntesGemüse in der Hand - was soll ich den damit kochen?

Link zu Amazon mit Produktvideo

Ich koche jetzt einmal etwas neues und danke allen Lesern und Autoren für den 100sten Blogeintrag auf wlankabel.com.

Neue W@r€z braucht das Land

Nintendo Newsletter sind doch schon etwas tolles. Da werden Mario-Kart Rennen angekündigt, bei denen man (also ich) meist kläglich abstinkt. Oder der Mii-Contest Kanal wird angekündigt - die Möglichkeit, seine Zeit noch eher vor der Wii zu verschwenden verbringen.

Aber es gibt auch sinnvolle tolle Funktionen, die die Wii endlich in das Internetzeitalter erheben. Spass beiseite - Nintendo veröffentlichte vor kurzem Wii Wares, einen Kanal, der Wii-optimierte Software auch von kleinen Softwareschmieden zur Verfügung stellt.

Auch der Nintendo-Kanal hat das List des Releases erblickt. Hier sind neben Werbefunktionen von Nintendo (wer hätte es auch gedacht) einige doch sehr interessante Funktionen zur Verfügung gestellt.

Z.B. ist es möglich, per Bluetooth-Verbindung Demo von u.a Picross auf den temp. Speicher der DS zu laden. Zusätzliche Software ist für den DS nicht erforderlich.

Auch Microsoft hat seinen deutschen Videodienst um aktuelle Titel und Klassiker in HD und SD stark erweitert. Der Preis und die bei SD eher bescheidene Qualität sind leider geblieben - ebenso die immer noch stark vermisste Sprachwahl.

Neokreationismus, die zweite

nanovoice.pngErst vor Kurzem berichteten wir über nanoloop, ein GB Advanced Modul, welches als Musik-Sythesizer dient. Nachdem nun Gamesundso mit dem Projekt Videogames die 8Bit Musikkultur (als Titelmelodie und als Spielegeräuschrätsel) wieder auferstehen lassen, gehen wir doch noch einmal etwas näher auf dieses Thema ein:

Vorraussetzung für ein 8Bit Musikprojekt sind ein GameBoy oder wahlweise einen GameBoy Emulator. Nun muss man nur noch die entsprechende Software laden, wie z.B. Nanoloop oder das LSDJ Projekt. Erstaunlicherweise können beide Programme mit einem MIDI Interface auch synchronisiert werden. Lsdj ist genauso wie nanoloop relativ komplex: nur wer sich in die Anleitung auch reinliest, oder das Tutorial beherzt, kann mit dem Tool relativ schnell Musik kreieren - dafür extrem gute!

Das einfache Einsteigerprojekt ist ein Subprojekt von nanoloop und als solches unter nanovoice zu finden. Hier kann man auch als Anfänger sehr schnell einen Zugang über einen Live-Sythesizer bekommen, indem man einfach eine Waveline auf den Bildschirm zeichnet. Schön ist auch hier, daß eine funktionell eingeschränkte Version zum Download bereit steht, bei der das Speichern einer Waveline auf einen slot begrenzt wird.

Das Prinzip hinter nanoloop ist ein bekanntes, welches auch in einem interessanten Java Appliet auf seeingwithsound umgesetzt und ausführlich erklärt wird. Andere Ressourcen im Netz: 8bitcollective, randomizer.

Der GameBoy und die Chipmusik sind also noch lange nicht tot und alles was ich mir hier wünsche ist Zeit, um ebenfalls diese Tools kreativ nutzen zu können.

Spielzeug

Während man als Geek auf gewisse Dinge fast schon nicht mehr warten kann, beschäftigt sich in Schottland mit ähnlichen Themen anderer Problematik.

Mario Cart Wii                       Wii Fit

Hier dürfen nämlich schottische Schüler vor einer Unterrichtseinheit das Gehirnjogging vom Nintendo DS spielen. Studien sollen dabei einen positiven Effekt für die Geschwindigkeit und die Aufnahmefähigkeit belegen. Na dann - viel Spass!

Neo-Kreationismus

Wir haben dem GameBoy bereits seine verdienten Ovationen gewährt, alles was jetzt noch fehlt ist die Frage nach dem Sinn.

Die Antwort: Do it yourself!

Das kommerzielle Projekt Nanoloop ermöglicht dem GameBoy, dem GameBoy Advanced und damit auch dem Nintendo DS (lite) ungeahnte kreative Fähigkeiten: ein Musik Sythesizer. Was zuerst nach “ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand” klingt, verspricht vielfältige Möglichkeiten in elektronisch angehauchten Musikprojekten. Oder einfach für die Zielgruppe, denen Elektroplankton eben nicht genug Möglichkeiten bietet.

Eine frei erhältliche ROM Version mit einem Emulator ist von einem ähnlichen Projekt im Internet zu finden (URL oder Bericht kommt noch), etwas Einarbeitungszeit muss allerdings mit eingerechnet werden. Leider hat das mich in meinem Engagement etwas gebremst. Das und die Tatsache, daß der Emulator “nur” auf meinem Laptop läuft.