
Zur Zeit geistert wieder mal das Thema “Sucht” durch das Internet. Nach den Modeerscheinungen “Sexsucht” und “Internetsucht” geht es nun um “Rollenspielsucht”. Nach genauerem Nachschlagen (z.B. auf www.rollenspielsucht.de) ist zu erkennen, dass es sich hierbei nicht um eine Unterart der Sex-, sondern der Internetsucht handelt. Kurz und gut: Es geht mal wieder um WoW (World of Warcraft). Es ist sicher nicht zu bestreiten, dass es einige Leute gibt die ziemlich in dieses Spiel hineinkippen. Aber was ist mit den Workoholics, den Adrenalinjunkies, den Schokoladesüchtigen? Das waren auch mal hochaktuelle Themen, die inzwischen aber allen WoW weichen mussten. Damit muss jetzt Schluss sein.
Hiermit sei verkündet: Die nächste moderne Suchterscheinung sind die Ipod-süchtigen und ihr Name sei “IPodics”! Also wirklich WoW süchtig sein ist ja sowas von out…
Sag` etwas dazu // Geschrieben am 21. März 2008 von mik in games, social
Die Begriffe “unterbeschäftigt” und “überfinanziert” sind durchaus mögliche Reaktionen auf ein Anti-Terror-Programm der US-Regierung, das sich auf die Erforschung virtueller Spielewelten spezialisiert. Wie BBC heute berichtet, soll ein von der amerikanischen Regierung initiiertes Projekt mit dem Codenamen “Reynard” das Verhalten bei Online-Spielen, wie etwa World of Warcraft
, auf Normabweichungen untersuchen, um etwaigen terroristischen Aktivitäten auf die Spur zu kommen.
Details von Projekt Reynard gelangten über einen Bericht an die Öffentlichkeit, den das Amt des amerikanischen Geheimdienstchefs Office of the Director of National Intelligence (ODNI) im Februar an den Kongress weitergab. Schon seit einiger Zeit kursieren Auszüge daraus in amerikanischen Blogs. Aus ihnen geht hervor, dass das Projekt “Kultur- und Verhaltensnormen in virtuellen und Spielwelten” genauer ins Visier nehmen soll. Daten aus diesen Bereichen des Netzes, die öffentlich zugänglich sind, sollen die Grundlage für “beobachtende Forschung” bilden, die darauf angelegt ist, zunächst eine “Grundebene an normativen Verhaltensweisen” zu schaffen. Im nächsten Schritt soll dann geklärt werden, ob es künftig möglich ist, in virtuellen Welten verdächtiges Verhalten im Unterschied zu “normalem” Verhalten automatisch zu ermitteln.
Gibt es Taliban in diesem Spiel?
Nach Auskunft eines ungenannten Mitarbeiters von ODNI befindet sich das Projekt noch in den allerersten Anfängen, weshalb man noch nicht sagen könne, welche konkreten Onlinewelten untersucht würden. In jedem Fall sei das Projekt bislang ein reines Forschungsunterfangen. (tpa/Telepolis)
Sag` etwas dazu // Geschrieben am 7. März 2008 von tob in wired